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Silberpfeile

Text: 1. Hajkgruppe / Melodie: Lüden.

Vier Silberpfeile durchschneiden den Fjord,
zehn wackere Helden sind an Bord,
bezwingen die Wogen bis zum Wehr;
das Boot muss an Land, doch es ist schwer.

Darauf einen Trunk und frischen Schmaus,
doch bald schon geht das Essen aus.
Die Mägen leer wie ein hohles Fass,
geht’s weiter übers kühle Nass.

Nach Süden führt uns eine Wende,
die Kräfte sind schon bald am Ende.
Wir machen Rast an kühlem Stein
und springen in die Flut hinein.

Und frisch erquicket geht es fort
an den geplanten Lagerort.
Das Essen ist knapp und leer der Bauch,
wir sättigen uns am Himbeerstrauch.

Nach Stunden kocht das Wasser fein,
es gibt Nudeln mit Tomatenschleim.
Und als das Essen aufgezehrt,
hat auch das Bleiben keinen Wert.

Doch da kommt uns eine Idee,
wir setzen fort die Odyssee.
Durch Höllenkanäle geht es weiter,
der Teufel himself belacht uns heiter.

Über Bäume, Steine und Wehre
heizen wir die Silberfähre.
Dem Kentern nah, voll Wasser das Boot,
entkommen wir doch auch dieser Not.

In der Dämmerung dann, wir wolln nur noch schlafen,
erreichen wir den Heimathafen.
Biwaks und Ponchos zieren Platz 10,
wir können erst mal duschen gehn.

Der Weckruf schallt früh morgens um Sieben,
am Ufer die Boote zur Abfahrt blieben.
Indess schleichen sich vier kühne Recken
zum Lager, um dort sich zu verstecken.

Zur Losung hallt des Rufes Klang,
sie schleichen sich hinter den Zelten lang,
rippen den Kaffee, das Frischkorn und Brot,
Marmelade dazu und schleunigst zum Boot.

Im Wald werden schön die Mägen gefüllt,
während Flopo im Lager nach Kaffee brüllt.
Zur Verteidigung bleibt uns nur zu sagen:

„Sorry, wir hatten `nen leeren Magen!“


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Die Jurtenburg

Text: 1. Lagergruppe / Melodie: Birkenring

Kommen hin zu Platz 10, müssen mit Grausen sehn,
dass der Platz wird zu klein für die Jurtenburg sein.
Darum müssen wir weg, zum sonnigen Fleck,
komm herein in die schlecht geschlaufte Jurtenburg!
Sieh, das Glück wird vergehn, denn der Wind wird sich drehn,
und dann wirst du mit ner Beule unterm Mittelmast stehn.
Drum zieh fest an die Bünd’ und scheiß auf den Wind,
auch im Sturm steht sie fest, unsre Jurtenburg.

Warum wackelt der Turm, bleibt er stehn in der Nacht?
Warten wir darauf, dass er aufs Lagerdach kracht?
Schau, der Flopo er schimpft und die Nase er rümpft,
denn der Turm, er steht schief vor der Jurtenburg.
Sieh, der Ärger vergeht, wenn der Essensduft weht
und der Heico grinsend in der Küche steht.
Sind die Mägen erst voll, finden wir alles toll,
komm herein in den abgehackten Birkentischring.

Und die Sonne, sie lacht, Brand am Rücken entfacht,
springen wir in den See, der den Körper braun macht.
Wird am Abend es kalt, laufen wir durch den Wald
Richtung Dusche, die heiß uns den Dreck abspült.
Wird das Duschwasser kalt, werden wir dort nicht alt
und dann zieht es uns halt in die Sauna, wo bald
treffen lüsterne Blicke einer dänischen Zicke
aufs Gesäß in dem stickigen Saunaring.

Als der Morgen dann graut, ist das Frühstück versaut,
denn man hat uns das Frischkorn und Kaffee geklaut.
- Wir suchten auf und nieder, wir suchten hin und her,
wir suchten das Frischkornmüsli und fanden es nicht mehr. -
Ist das Frühstück auch weg, kümmert uns einen Dreck.
Dringt vom Wasser her Mief und der Turm der steht schief,
ist die Dusche auch kalt, weit der Weg durch den Wald:
Scheiß egal, komm herein in die Jurtenburg!


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Kanu, Kanu wolln wir fahren

Text: 2. Hajkgruppe / Melodie: Nordwärts

Kanu, Kanu wolln wir fahren, fahren auf dem Asnen See,
wollen raus mal aus dem Lager, wollen Schweden sehn.

Paddel zischen durch das Wasser, durch dies kühle schwarze Nass,
schnelle Boote alter Schwede, Mann was macht dies Spaß!

Fuhren über See ganz fröhlich, dämmerte Erkenntnis bald:
Scheiße, unsre Hortentöpfe werden im Lager alt!

Lüden wollte schnorren gehen, hat es aber nicht gemacht -
aber wir, wir haben uns ne Schwedin zum Kochen angemacht.

Käse, Sahne und auch Nudeln kochte sie uns dann galant,
und die ausgeliehnen Töpfe spülte Frauenhand.

Mit Gedanken bei der Schwedin und mit einem vollen Bauch
fahren unsre Boote schneller, Wasserski ging auch.

Eh wir uns versahen, waren wir auch schon am Campingplatz,
wären fast vorbeigefahren, hättens fast verrafft.

Überraschung, schon um Viere waren wir ans Ziel gelangt.
Schade, denn ne längere Strecke keiner von uns fand.

Schnaken wollen uns auffressen, dreißig Stiche hat der Tom
allein am linken Unterarm, vom Rest schweigen wir fromm.

Knappes Frühstück, doch zu Mittag gab es Brot im Überfluss.
Danach sagte sogar Ali: „Brüder, jetzt ist Schluß!“


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Wir kamen einst nach Blidingsholm

Text: 2. Lagergruppe / Melodie: Wir kamen einst von Piemont

|: In Blidingsholm dort auf Platz 10
da sollte unsre Jurte stehn. :|
Doch der Platz war nur ein Huppel,
dibbel dabbel dib dab dib dab dubbel,
das sah’n sie auch im Kontor ein,
so zogen wir auf nen anderen ein.

|: Am nächsten Morgen ist’s soweit,
das schönste Bauwerk weit & breit :|
In 5 Minuten könnt es stehen,
doch wir müssen erst mal Bahnen nähen,
die von den Beos sind voll im Arsch,
übel übel übel, was ne Blamage.

|: Und weiter geht’s mit Kohtenbau,
die Fünfer schlaufen wie die Sau :|
Trotzdem haben wirs dann geschafft,
die 5’er habens dann doch gerafft.
Nun steht sie da, es ist vollbracht,
das haben wir mit Links gemacht.

|: Wir bauen einen schiefen Turm,
dagegen gibt es gar kein Murrn. :|
Auf dem Turm tun wir tagwachen,
das sollten wirklich alle machen.
Auf dem Turm da liegt ein Buch,
wir schreiben unterm Schattentuch.

|: Die Duschen sind am Anfang warm,
drum duschen wir im ganzen Schwarm. :|
Und der Paul, der duscht so lange,
da wird uns schon Angst und Bange,
kommt die VCP dort aus dem Wald,
werden die Duschen auf einmal kalt.

|: Und unsre kleine Küchensau
verdreht den Kopf nach jeder Frau, :|
doch kochen kann sie trotzdem gut,
auch wenn sie was perverses tut:
Das Frischkorn ist mit Liebe gemacht -
Humor ist wenn man trotzdem lacht.

|: Wir kommen aus der Sauna raus
und schwimmen auf den See hinaus. :|
5 DPSG’er stehn am Strande,
sie sind ganz außer Rand und Bande,
sie wolln unsere Weichteile sehn,
doch das ist uns unbequem.

|: Nun fällt uns leider nichts mehr ein,
außer diesem letzten Reim: :|
Die Kreativität ist nun am Ende,
unsere Blicke sprechen Bände,
wir wünschen euch noch ganz viel Spaß
mit Heicos tollem Mampf und Fraß!


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HP’ler in Schweden

Text / Melodie: Lüden.

Drei Busse auf der Autobahn vollgepackt nach Schweden fahrn,
Seesack, Kochschrank, Jurtenbahn und 23 Mann. Hej!
Mit der Fähre übers Meer, Christophs Musik freut uns sehr,
Ankunft, schnell das Essen her - Blidingsholm, Platz 10. Hej!

Grüne Hemden leuchten durch den Birkenhain:
Das können nur HP’ler in Schweden sein!

Am nächsten Morgen merken wir: Die Jurtenburg, sie passt nicht hier,
hüglig wie ein Schildkröt-Tier, wir wolln nen andern Platz. Hej!
Der neue Platz, direkt am Weg, nur 10 Schritte bis zum Steg,
das Klohäuschen ist auch kein Fake, joh wir bleiben hier. Hej!

Fette Mücken laben sich an Arm und Bein:
Das können nur HP’ler in Schweden sein!

Wir fangen gleich zu schlaufen an: Kohten-, Jurten-, Seitenbahn
und es bauen alle Mann mit an unsrer Burg. Hej!
Stangen holen wir im Wald, Säge rasselt, Beilschlag hallt,
selbst im Schatten ist’s nicht kalt, was ne Plackerei! Hej!

Liegen in der Siesta müd im Sonnenschein:
Das können nur HP’ler in Schweden sein!

Barlauf, Speersport, Burgenkampf, aus der Jurte dringt Geklampf,
Heico ruft zum Mittagsmampf – ja, so lebt sich’s fein. Hej!
In der Hand ein Messer blitzt, Bumerang durchs Dickicht flitzt,
Farbe auf das T-Shirt spritzt, sang erklingt im Zelt. Hej!

Langeweile kommt ins Lager nicht herein:
Das können nur HP’ler in Schweden sein!

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